Mittendrin: in der Forschung, einer starken Fakultät - oder in der Eilenriede

Etwa 400 Maschinenbau-Studenten der Leibniz Universität hören am PZH nicht nur Vorlesungen, sondern arbeiten mit in der Grundlagenforschung oder in der industriellen Auftragsforschung. Sie erleben die Abläufe eines Projekts mit, vom Antrag bis zum Schlussbericht, sie helfen bei der Organisation von Statussymposien und der Vorbereitung von Industriekontakten. Sie tragen mit ihrer projektbezogenen Studien-, Bachelor- oder Diplomarbeit dazu bei, ein Forschungsgebiet voranzubringen; sie lernen verschiedene Forschungsgebiete hautnah kennen und entwickeln dort Interessen und Stärken.
Kurz: Rund 400 sogenannte HiWi-Jobs verschiedenster Ausrichtungen, aber in unmittelbarer Nähe zueinander, katapultieren Studenten schon früh mitten hinein ins Forscherleben und erleichtern ihnen die Wahl beruflicher Schwerpunkte und natürlich den Einstieg in das gewählte Berufsfeld.
Ins Mechatronik-Labor, auf die Rennstrecke!
Das PZH ist mit seinen knapp acht Jahren noch jung. Ein Vorteil, von dem natürlich auch die Studenten profitieren: Nicht nur der Hörsaal und die Seminarräume sind neu, es stehen auch neue Laborarbeitsplätze mit moderner Ausstattung zur Verfügung. Im Mechatroniklabor, das zur Vorlesung „Steuerungstechnik“ gehört, gibt es beispielsweise 20 Arbeitsplätze, an denen die Studenten eine Förderanlage im Miniaturformat steuern oder ein Mini-Hochlager nach enstprechenden Vorgaben bestücken.
Seit einigen Jahren stehen für Tutorien zum Messprogramm „labview“ und zum CAD-Programm AutoCAD Inventor“ neue Arbeitsplätze mit entsprechender Software zu Verfügung. Möglich wurde diese Ausstattung unter anderem durch Studiengebühren. Am PZH haben Studenten sogar ihre eigene Gießerei. Dort können sie das Gießen lernen, insbesondere von Leichtmetall-Legierungen.
Und wer es schnell liebt, ist beim Formula-Student-Team genau richtig. Dort nämlich, in einer Box in der Halle des IW, bereitet sich das Team Horsepower Hannover jeweils auf seine Rennsaison vor. Die Studenten - überwiegend aus dem Maschinenbau - bauen einen Rennwagen, der in der studentischen Version der Formel1 auch international startet. Das Team wird nach Kräften von den Wissenschaftlern, aber auch von vielen Sponsoren unterstützt.

Eine Fakultät mit Rang und Namen
Das PZH ist Teil der Fakultät für Maschinenbau der Leibniz Universität; der Fakultät gehören aktuell 17 Institute und 2695 Studierende an, darunter 351 Frauen. Im Che-Ranking, dem bundesweit größten Hochschulvergleich, findet man die Fakultät mehrfach in der Spitzengruppe. Zu den Besten gehört sie beispielsweise bei den Promotionen und den Forschungsgeldern. Das aktuelle Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das sich allerdings auf eingeworbene Forschungsgelder aus den Jahren 2005 bis 2007 bezieht, bekräftigt dieses Ergebnis. Dort landet der Maschinenbau der Leibniz Universität mit 41,2 Millionen Euro auf dem vierten Platz hinter den Technischen Universitäten in Aachen, Darmstadt und Erlangen-Nürnberg.
Diese Zahlen belegen: Maschinenbau-Ingenieure der Leibniz Universität finden beste Bedingungen für die Forschung vor - und sie nutzen sie! Kein Wunder, dass der Maschinenbau mit diesen Ergebnissen die drittmittelstärkste Fakultät der Leibniz Universität darstellt.
In einem weiteren Bereich erzielt die Leibniz Universität übrigens auch Spitzenwerte: beim Hochschulsport. Aber auch wer Geselliges lieber nicht mit sportlicher Aktivität, sondern mit einem Bier in der Hand pflegt, ist zum Beispiel bei den Erstsemesterpartys der Maschinenbauer gut aufgehoben. Gegen das Einzelkämpfertum hilft auch das Otto-Klüsener-Haus, in dem Studenten Arbeitssäle für Studierende des Maschinenbaus selbst verwalten.
Eine Stadt, fünf Hochschulen, wenig Langeweile
Etwa 21.000 Studenten zählt die LUH. Dazu kommen etwa 7000 Studenten an den Standorten der Fachhochschule Hannover, gut 3000 Medizinstudenten der MHH, etwa 2000 Studenten der Tierärztlichen Hochschule und etwa 1200 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien. Hannover ist eine Wissenschafts- und Studentenstadt, die exzellente Einrichtungen und Studenten der verschiedensten Disziplinen beherbergt.
Alle zwei Jahren zeigt der "November, der Wissen schafft" die ganze Vielfalt des wissenschaftlichen Lebens in Hannover. Auch 2012 wird unter diesem Motto wieder Wissenschaft öffentlich gemacht.
Und jenseits allen Wissens laden auch der Maschsee, die Eilenriede oder die Herrenhäuser Gärten nach Hannover ein!



