Gut fürs Herz, gut für die Knochen

Im Sonderforschungsbereich Biomedizintechnik arbeiten Mediziner, Tiermediziner und Ingenieurwissenschaftler eng zusammen, denn neue Werkstoffe, Werkzeuge und Fertigungsverfahren sind für den gemeinsamen Erfolg entscheidend. Mit ihren Magnesiumschwämmen können Wissenschaftler am PZH beispielsweise eine Implantat-Lösung für Knochenbrüche präsentieren: Die Schwämme sind offenporig, leicht und belastbar wie ein menschlicher Knochen, und sie sind bioresorbierbar, lösen sich also im Körper der Patienten einfach auf, wenn der Knochen geheilt ist.
Neue bioresorbierbare Magnesium-Legierungen sollen künftig auch als Stützgeflechte auf den Herzmuskel genäht oder bei der Operation chronischer Nasenne-benhöhlenentzündungen als Stent eingesetzt werden.
Endoprothesen, Prothesen im Körper also, sollen dagegen eine möglichst lange Lebensdauer haben. Am PZH erforschen Wissenschaftler, wie beispielsweise künstlich hergestelltes Perlmutt präzise bearbeitet werden kann, um es für die Prothesenfertigung nutzbar zu machen, etwa für verschleißarme künstliche Kniegelenke.
Das PZH ist mit folgenden Projekten beteiligt
Zukunftsfähige bioresorbierbare und permanente Implantate aus metallischen und keramischen Werkstoffen
Laufzeit: | 3 Jahre |
Förderung: | DFG, SFB 599 |
Kontakt: | |
Kurzbeschreibung: | Die Implantation einer Hüfttotalendoprothese ist ein operativer Eingriff, der in Deutschland häufig aufgrund eines fortgeschrittenen Hüftgelenkschadens sowohl beim Menschen als auch beim Hund durchgeführt wird. In Zusammenarbeit mit der Medizinischen und Tierärztlichen Hochschule Hannover wird interdisziplinär das Wissen der Human- und Tiermedizin sowie der Ingenieurswissenschaften zusammengeführt, um die Implantattechnologie zum Wohle der Patienten voranzutreiben. |
SFB 599 - Teilprojekt R7: Stabilisierende Magnesiumstrukturen zur Unterstützung von kardiovaskulärem Gewebeersatz im Hochdrucksystem
Laufzeit: | 01/2007 - 12/2014 |
Förderung: | DFG |
Kontakt: | |
Kurzbeschreibung: | Im Teilprojekt R7 des SFB 599 werden bioresorbierbare Stützstrukturen aus Magnesiumbasis entwickelt, die zur temporären Stabilisierung von biologischen Patchmaterialien im Bereich der Aorta oder des Myokards genutzt werden sollen. |
SFB 599 - Teilprojekt R1: Entwicklung von biokompatiblen Magnesiumlegierungen und Untersuchung von deren Degradationsverhalten
Laufzeit: | 01/2003 - 12/2014 |
Förderung: | DFG |
Kontakt: | |
Kurzbeschreibung: | Im Rahmen des Teilprojektes werden Legierungen für degradable Implantate auf Magnesiumbasis entwickelt. Diese Implantatwerkstoffe sollen sowohl für den Hart- (hohe Festigkeit) als auch für den Weichgewebeeinsatz (hohe Duktilität) geeignet sein. Innerhlab des Projektes soll ein resorbierbarer Nasennebenhöhlen-Stent realisiert werden. |
SFB 599 - Teilprojekt DR1: Mg-Verbindungen auf Dauerimplantaten
Laufzeit: | 01/2011 - 12/2014 |
Förderung: | DFG |
Kontakt: | |
Kurzbeschreibung: | Kurzbeschreibung: In diesem Teilprojekt werden spezielle, kontrolliert degradierbare Hydroxidverbindungen als Beschichtungen auf bekannte Dauerimplantatwerkstoffe aufgebracht, um so diese osteoproliferative Wirkung zu nutzen und eine verbesserte Prothesenverankerung zu erreichen. |
SFB 599 - Teilprojekt R8: Steuerung der Degradation und Wirkungsmechanismen von medizinischen Implantaten aus Magnesiumlegierungen
Laufzeit: | 01/2011 - 12/2014 |
Förderung: | DFG |
Kontakt: | |
Kurzbeschreibung: | Innerhalb dieses Teilprojektes sollen die Abbaukinetiken und die Wirkung von Magnesium auf einzelne Zelltypen und Gewebe untersucht und mechanistisch verstanden werden. |
SFB 599 - Teilprojekt R6: Degradable Osteosynthese-Systeme
Laufzeit: | 01/2003 - 12/2014 |
Förderung: | DFG |
Kontakt: | |
Kurzbeschreibung: | Das Teilprojekt hat das Ziel, optimale degradable Implantate aus Magnesiumlegierungen für die Osteosynthese am belastetet Knochen zu entwickeln. |
SFB 599 - Teilprojekt D12: Dentale Keramiken und Komposite
Laufzeit: | 01/2011 - 12/2014 |
Förderung: | DFG |
Kontakt: | |
Kurzbeschreibung: | Im Teilprojekt D12 des SFB 599 soll die Langzeitprognose dentaler Implantatkonstruktionen verbessert werden, indem die Degradationsstabilität eingesetzter ZrO2-Keramiken untersucht wird. Dazu werden für die dentale Prothetik typisch verwendete ZrO2-Keramiken hergestellt und oberflächennah durch z.B. Diffusionsprozesse funktionalisiert, um die Degradationsstabilität zu erhöhen. |



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