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Wie wird der Mittelstand „industrie-4.0-fähig“? Erstes bundesweites Kompetenzzentrum entsteht am PZH

Auch mittelständische Unternehmen sollen von Industrie-4.0-Lösungen profitieren. (Foto: IPH)

Am Produktionstechnischen Zentrum der Fakultät für Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover entsteht das erste von bundesweit fünf „Kompetenzzentren Mittelstand 4.0“. Zu einem ersten Pressegespräch lud die Leibniz Universität am 15. Oktober 2015 ins Produktionstechnische Zentrum Hannover (PZH) in Garbsen ein.

Neben der Bedeutung dieses Zentrums für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und für die Universität stellten die Beteiligten auch vor, wie Mittelstand und Handwerk in Niedersachsen und Bremen hinsichtlich Industrie-4.0-Entwicklungen aktuell aufgestellt sind und wie das neue Kompetenzzentrum dazu beitragen wird, die Betriebe in eine konkurrenzfähige Zukunft zu begleiten.

Ziel des Kompetenzzentrums, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 5,3 Millionen Euro für drei Jahre gefördert wird, ist es, kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen und Bremen bei der digitalen Transformation zu unterstützen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Diese Unternehmen machen mehr als 99 Prozent aller Betriebe in Niedersachsen und Bremen aus.

„Die Digitalisierung der Wirtschaft und das Thema Industrie 4.0 sind allgegenwärtig. Mit dieser Entwicklung sind erhebliche technologische und wirtschaftliche Potenziale und Herausforderungen verbunden, denen sich unsere Unternehmen stellen müssen, um mittel- und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und damit ihre Zukunft zu sichern“, sagt Staatssekretärin Daniela Behrens vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium. „Dies gilt nicht nur für Großunternehmen, sondern in zunehmendem Maße auch für Mittelstand und Handwerk. Insofern freue ich mich sehr darüber, dass wir mit dem bundesweit ersten Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 zukünftig noch bessere Voraussetzungen haben werden, insbesondere unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen in diesem Prozess zu begleiten und zu unterstützen.“

Die am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) ansässigen sieben Institute und das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) bündeln als Antragsteller Expertisen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Produktion im geplanten „Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0“ - so der aktuelle Arbeitstitel. Weitere Expertisen wie IT-Sicherheit, rechtliche oder gesellschaftliche Aspekte werden durch Partner eingebracht.

„Die Produktionstechnik an der Leibniz Universität Hannover mit dem PZH und dem IPH decken die gesamt Wertschöpfungskette ab, von der Planung bis zum Produkt“, sagt Prof. Dr.-Ing. Peter Wriggers, Vizepräsident für Forschung an der Leibniz Universität. „Als national und international ausgewiesener Standort bei der Umsetzung von Industrie-4.0-Ansätzen in produktionstechnische Lösungen verbinden wir damit Expertise und Netzwerkerfahrung.“

Mit einer Lernfabrik, unterschiedlichen Expertenfabriken und einer mobilen Fabrik wird das Kompetenzzentrum flächendeckend das gesamte Einzugsgebiet erreichen. Dazu soll das auf dem Gelände der Deutschen Messe AG bereits bestehende Vorführzentrum für Robotik und Automatisierung zur Lernfabrik ausgebaut werden. Der Standort bietet zudem eine hervorragende Anbindung an die Hannover Messe, die als Leitmesse Industrie 4.0 fungiert.

„Der Aufbau des Kompetenzzentrums Mittelstand 4.0 ist eine große Auszeichnung und Chance für uns“, freut sich Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena, Sprecher der Antragsinitiative und Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen. „Gleichzeitig ist es eine enorme Herausforderung“, so Denkena weiter. „Wir starten bereits im Januar kommenden Jahres als erstes der fünf bundesweit geplanten Zentren. Und wir tun alles dafür, dieser Vorreiterrolle gerecht zu werden.“ Bereits im Januar 2016 will das Zentrum für Niedersachsen und Bremen erste Firmen besuchen und Infoveranstaltungen zu Möglichkeiten der Digitalisierung durchführen.

  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Pressegesprächs waren:
    Daniela Behrens, Staatssekretärin Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
  • Professor Dr.-Ing. Berend Denkena, Leiter Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen und Vorstandssprecher des PZH der Leibniz Universität Hannover, als Koordinator und Sprecher der Antragsinitiative
  • Professor Dr.-Ing. Ludger Overmeyer, Leiter Institut für Transport- und Automatisierungstechnik der Leibniz Universität Hannover und Vorstand des IPH, als Vertreter des Antragstellers IPH
  • Professor Dr.-Ing. Peter Wriggers, Vizepräsident für Forschung der Leibniz Universität Hannover


Hinweis an die Redaktion:
Für Rückfragen steht Ihnen Mechtild Freiin v. Münchhausen, Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing und Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 5342 oder per E-Mail unter kommunikationuni-hannover.de gern zur Verfügung.
Für weitere Informationen zum Kompetenzzentrum wenden Sie sich bitte an Karl Doreth, Forschungskoordinator Industrie 4.0 am Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 18046 oder per E-Mail unter dorethifw.uni-hannover.de.

Quelle: Presseinformation Nr. 135/2015 der Leibniz Universität Hannover